Endlich, Potter

22 07 2007

Gestern Nacht war es dann so weit, der siebte und letzte Band der Harry Potter Reihe wurde veröffentlicht. Weltweit zur selben Zeit.
Nicht, das ich ihn erwartet hätte, nein. Schon Wochen vorher habe ich ausgetüftelt, welche Buchhandlung früher aufmacht. Na, gut, die erste wäre die Bahnhofsbuchhandlung gewesen, die um 6 Uhr öffnete. So irre war ich dann doch nicht, zumal ich ja noch eine Stunde Fahrt dorthin gehabt hätte.
Aber um Punkt neun befand ich mich dann in der Innenstadt und betrat die erste Buchhandlung. Und da lag er :) Ganze vier Exemplare hatte der kleine Laden für den freien Verkauf, eins davon war in sekundenschnelle meins.
Mir blieb noch eine kostbare halbe Stunde bis ich arbeiten musste und so konnte ich die Welt der Zauberer betreten. Insgesamt benötigte ich keine zehn Stunden, um den Band zu lesen.
Das alleine ist schon ein Hinweis darauf, dass mir der Band sehr gut gefallen hat.
So. Ab hier gibt es Spoiler, also weiterlesen auf eigene Gefahr.

J.K. Rowling hat eine sehr komplexe Welt entworfen und sie verliert auch dieses Mal nicht den Überblick.In sehr schnellem Erzähltempo führt sie ihre Geschichte fort, führt lose Handlungsstränge zusammen und erklärt bisher rätselhaft Wendungen in der Geschichte.
Beginnend mit dem Abschied vom Privet Drive wird der Leser tiefer und tiefer in die düstere Geschichte gesogen. Gleich auf den ersten Seiten muss man Abschied von einer liebgewonnenen Figur nehmen und um andere fürchten. Auch in der dann gefundenen Zuflucht kann sich Harry nicht sicher fühlen, den immer neue Überraschungen erwarten ihn in Hinbblick auf den Charakter und die Vergangenheit alter Gefährten.
Nachdem die Todesser das Ministerium unterwandert haben, wird die Situation für Harry und alle, die mit ihm zu tun haben, immer gefährlicher. Schliesslich bleibt nur die Flucht. Harry wollen sie eigentlich für sich persönlich? Welche Zukunft kann so ein Widerstand gegen das scheinbar unvermeidbare haben? Voldemort bekommt immer mehr Zulauf und das Netz zieht sich enger und enger, was sich auch im Erzählstil widerspiegelt.
Immerhin, der Orden des Phönix kann dem dunklen Lord so manches Schnippchen schlagen und so kommt es zu dramatischen und ergreifenden Begegnungen, Kämpfen und Szenen, bei denen ich schlichtweg geweint habe.
In Hogwarts kommt es dann zum Showdown zwischen Todessern auf der einen Seite und den Lehrern, Schülern und dem Orden auf der anderen.
Unglaublich spannend verläuft der Kampf, obwohl es auch kurze Augenblicke der Ruhe gibt, in denen sehr eindringlich die Gefühle der Protagonisten geschildert werden.

Am Ende kommt es, wie es kommen muss, es kann eben nur einer der beiden Gegenspieler überleben.
Man hat wirklich bis dahin keine Sicherheit, wer von beiden Sieger über den anderen wird.
Daher ist das Ende wirklich ergreifend, dabei durchaus glaubhaft und führt die Geschichte zu einem würdigen Abschluss.
Es folgt ein Epilog über ein par Seiten, der durchaus nicht überall auf Begeisterung stösst. Mir gefiel er allerdings gut, da ich ihn nicht als das eigentliche Ende angesehen habe. Dieses war in Hogwarts und ich kann nicht umhin, diesen Band uneingeschränkt zu empfehlen.


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3 Antworten

23 07 2007
Harry Potter 7 « Mainis Psücho Blog

[...] Edit: Nefret hats geschafft! Hier Und Isegrimms Bericht ist hier. [...]

23 07 2007
nefret

puh, nur vier exemplare? schwein gehabt :D

ich bin fast eingegangen, als wir vor der buchhandlung warteten, die türen endlich geöffnet wurden, wir aber nicht sofort reingelassen wurden, weil erst fotos gemacht werden mussten

24 07 2007
isegrimm

Ja, das ist die Hölle, oder? Wo du dich so wahnsinnig gerne fotografieren lässt.

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